Über uns

Wir sind teil des bundesweiten Frauen*-Streik Bündnisses und wir treffen uns als Bremer Ortsgruppe alle zwei Wochen Sonntagnachmittags im BDP Haus (Am Hulsberg 136). Dieses Treffen ist Ort für Grundsatzdiskussionen und eine gemeinsame Entscheidungsfindung, ebenso wie für den direkten Austausch über den aktuellen Stand unserer Arbeitskreise zum Vorbereitung des 8. März 2022.

Für alle neuen Interessierten finden in regelmäßigen Abständen Kennlern-Treffen statt, wo du Fragen stellen kannst und schon mal einen Überblick über unsere aktuellen Themen und kleinen Einblick in unsere Arbeit bekommst. Du bist herzlich eingeladen dabei zu sein. Für aktuelle Termine folge uns bei Instagram oder schreib uns einfach eine Mail.
Das Treffen ist offen für alle, die keine Cis-Männer sind (d.h. Männer, deren eigene geschlechtliche Zuordnung zu dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht passt).
Für Cis-Männer, die auch gern mitarbeiten möchten, gibt es die Cis-Männer-Supportgruppe (mehr Infos weiter unten).

Arbeitskreise

Für die Vorbereitung des 8. März 2022 organisieren wir uns in Arbeitskreisen, die sich dynamisch und flexibel zusammenschließen und kleinere und größere Aufgaben übernehmen; wenn die Aufgaben erledigt sind, lösen sich die AKs auch wieder auf. Das gibt dir die Möglichkeit ganz unterschiedliche Bereiche und Tätigkeiten kennenzulernen und mit verschiedenen Menschen zusammenzuarbeiten. Unsere Hauptstruktur sind dabei die Offenen Treffen alle zwei Wochen Sonntags.

Arbeitsgruppen

Wir treffen uns in mehreren AGs und organisieren, planen, diskutieren. Dabei bestehen keine Hierarchien und die Kleingruppen arbeiten autonom. Unsere Struktur lebt davon, dass Leute motiviert sind in den AGs machen, was sie politisch sinnvoll finden und gerne umsetzen wollen. Große Themen und Fragen werden ins offene Treffen getragen und dort zusammen besprochen.

  • Aktions-AG
    Als AG wollen wir uns den öffentlichen Raum nehmen, ihn
    gestalten, auf unser Bündnis und unsere Forderungen aufmerksam machen,
    und allgemein queer-feministischen Inhalten mehr Sichtbarkeit geben. Wir
    haben Lust verschiedene, kreative Aktionsformen auszuprobieren, die
    möglichst niedrigschwellig und empowernd sind. Unser Fokus liegt also
    auf der Planung und Umsetzung direkter Aktionen und nicht so sehr auf
    der Diskussion von Inhalten, wobei wir unsere Aktionen natürlich auch
    inhaltlich füllen.
  • Care-AG
    Wir als Care-AG üben feministische Kritik an der ungleichen und vergeschlechtlichten Verteilung von Care- bzw. Sorgearbeit und setzten unseren Fokus dabei momentan auf die aktuellen Gegebenheiten im Gesundheitssystem. Wir kritisieren sowohl die Arbeitsbedingungen als auch das System als Ganzes, welches Berufe, in denen hauptsächlich FLINTA* arbeiten, strukturell unterbezahlt und viel zu wenig wertschätzt!
    Dazu treffen wir uns abwechselnd montags und dienstags und setzen uns sowohl inhaltlich als auch aktivistisch mit den Themen auseinander.
  • Körperliche Selbstbestimmungs-AG
    Wir beschäftigen uns mit allen Thematiken rund um den eigenen Körper: Sexualität und Sexarbeit, Masturbation, Konsens, Schwangerschaftsabbrüche, Queerness, sexualisierte Gewalt, körperliche Selbstbestimmung, etc.. Wir planen öfter mal Aktionen, wollen uns aber auch vermehrt untereinander über unsere eigene Beziehung zu unserem Körper und unserer Sexualität austauschen und kennenlernen.
  • Diversitäts-AG
    Die „Diversitäts-AG“ hat zwei Ziele: Einerseits wollen wir uns gerne nach außen hin besser mit anderen Gruppen und Bündnissen in Bremen vernetzen, gegenseitig unterstützen und voneinander lernen. Andererseits wollen wir aber auch einen Blick auf unser Bündnis werfen, und einen internen „Privilegien-Check“ machen. Aktuell befassen wir uns mit der Planung von Gesprächsrunden, zusammen mit anderen Gruppen aus Bremen.
    Wir treffen uns als AG alle zwei Wochen. Jedes dritte Treffen gestalten wir als inhaltliches Treffen, bei dem wir uns dann über ein bestimmtes Thema austauschen und diskutieren. Die anderen Treffen nutzen wir zum Organisieren.

 

Supportgruppe

Wer sind wir und was machen wir?
Wir haben uns Anfang 2020 als Supportgruppe für das Frauen- und Queerstreik Bündnis im Vorfeld des 8. März gegründet, um Reproduktionsarbeit(1) vom Streikbündnis zu übernehmen. Wir arbeiten seitdem weiter als Gruppe und sehen uns in erster Linie als Supportstruktur, das heißt wir versuchen das Streikbündnis zu unterstützen, indem wir uns z.B. bei ihren Treffen um Kinderbetreuung oder das Essen kümmern oder für Aktionen Material organisieren und bei der Bewerbung helfen. In Zukunft wollen wir uns aber z.B. auch kritisch mit der eigenen Männlichkeit und der patriarchalen Gesellschaft(2) beschäftigen. Uns ist es wichtig als Typen nicht losgelöst unser Süppchen zu kochen. Ein regelmäßiger Austausch mit dem Streikbündnis ist uns daher wichtig.
Wir sind eine offene Gruppe, an der jede*r teilnehmen kann. Primär richten wir uns allerdings an Cis-Männer(3), die Reproduktionsarbeit übernehmen wollen und sich kritisch mit der eigenen Männlichkeit und patriarchalen Strukturen auseinandersetzen möchten. Unsere Treffen finden alle zwei Wochen Montag Abends statt (auf Grund der aktuellen Situation treffen wir uns derzeit online). Wir wollen möglichst transparent arbeiten und planen daher unsere Protokolle zu veröffentlichen.

Wie erreichst du uns?
Wenn du auch gerne das Frauen- und Queerstreik Bündnis unterstützen möchtest und Fragen hast oder bei unserem nächsten Treffen dabei sein willst, schreib uns einfach eine Mail.

Erläuterungen
(1) Reproduktionsarbeit 
Unter dem Begriff werden Tätigkeiten zusammengefasst, die zur Erschaffung und für den Erhalt der Gesellschaft notwendig sind, also z.B. Haus-, Erziehungs- und Pflegetätigkeiten. Reproduktionsarbeit ist also elementar für unsere Gesellschaft, wird aber zu großen Teilen nicht entlohnt oder überhaupt wertgeschätzt. Besonders fatal ist das auch deshalb, weil diese Tätigkeiten hauptsächlich von Frauen bzw. weiblich gelesenen Personen übernommen wird.
(2) Patriarchale Gesellschaft
Weit verbreitete Gesellschaftsform, in der Männer eine bevorzugte Stellung innehaben und nicht männlich gelesene Personen deshalb strukturell benachteiligt sind.
(3) CIS-Männer
Men
schen, denen bei ihrer Geburt das männliche Geschlecht zugewiesen wurde und die sich damit identifizieren.